Mähroboter – die einfache Art zu mähen

Mähroboter GarageImmer mehr Menschen erfreuen sich einem Eigenheim mit Garten. Der Traum vom eigenen Zuhause ist in Zeiten der niedrigen Zinsen für viele endlich Wirklichkeit geworden.
Wichtig für den Bürger von heute ist vor allem ein Balkon und der eigene Garten. Mehr als drei viertel der deutschen beispielsweise gibt an, dass sie beim Erwerb oder Bau einer Immobilien den Gartenanteil als sehr wichtig erachten.
Das zeichnet sich auch daran ab, dass man beim Blick in die allermeisten Gärten ein sehr gepflegtes Bild vorfindet.
Rund 10 Stunden investieren Mann und Frau durchschnittlich pro Jahr in die Gartenarbeit. Die Männer liegen mit 6 Stunden pro Woche etwas vor den Frauen, die immerhin auf 4 Stunden pro Woche kommen.
Einen beträchtlichen Anteil an der Gartenarbeit hat natürlich auch das Rasenmähen. Generell kann man sagen, dass der Aufwand für das Mähen eines 500qm großen Garten ca 2 Stunden in Anspruch nimmt.
Dieser Wert variiert natürlich in Abhängigkeit der Form des Gartens. Eine rechteckige Rasenfläche ist um einiges einfacher zur mähen als eine Fläche mit vielen runden Kanten – beispielsweise durch Blumenbeete.
Immer mehr Leute greifen deshalb auf einen Rasenmäher Roboter zurück. Mit Hilfe eines solchen Roboters wird der Rasen immer schön auf einer Höhe gehalten – ohne dass Sie sich darum kümmern müssen. Erst recht wenn Ihr Rasen größer ist als 500 qm – es gibt Hersteller von Rasenrobotern, die bis zu 10.000 qm an Fläche schaffen, ideal also auch für den Sportverein.

Vor dem Kauf eines Roboter-Mähers unbedingt klären

Um erstmal zu erfahren, ob ein solcher Mäher für Ihren Garten funktioniert bzw. ob ein solches Gerät überhaupt in Frage kommt, sollten Sie die folgenden Fragen vorab klären.

  • Wie groß ist die Fläche meines Rasens?

Entscheidende Frage, die letztendlich auch im Preis eines Mähroboters wiederzufinden ist. Denn nicht jeder Mäher kann die gleiche Fläche Mähen. Hier machen sich die Unterschiede im Preis bemerkbar.
In der Regel können Mäher wie der Bosch Indego mit einer großen Rasenfläche besser umgehen als günstigere Modelle. Bei den Meisten Exemplaren steht sogar in der Beschreibung eine maximale Fläche, die der Mäher im Stand ist zu leisten.
Achten Sie darauf, dass die Fläche in etwa zur maximalen Angabe des Mähers passt. Es kann durchaus zu Problemen kommen, gerade wenn der Mäher nach dem unten genannten Zufallsprinzip arbeitet.
Ist die Fläche zu groß, wird er schlichtweg nicht fertig damit, muss ständig nachladen und im schlimmsten Fall werden unterschiede in der Höhe des Rasens sogar sichtbar.
Wichtig ist auch die Steigung Ihres Rasens. Wohnen Sie in Hanglage, gibt es Erhöhungen oder ist der Rasen eher eben. Je nachdem, wie hoch die Steigung ist, gerade bei Hanglagen, könnte der ein oder andere Mäher damit seine Probleme haben.

  • Wie „einfach“ ist mein Rasen?

Hier geht es letztendlich darum, wie viele gerade Kanten Ihr Rasen hat. Ist Ihr Rasen sehr zerstückelt? Sind viele Gartenobjekte auf den Rasenflächen (z.B. Dekoartikel wie Gartenzwerge o.ä).
Dabei verhält es sich wie mit einem „normalen Rasenmäher“ auch – je mehr Objekte oder je „verschlungener“ der Rasen ist, desto schwieriger ist das Mähen. Das gilt für den Mähroboter analog.
Es wird auch oftmals empfohlen, lose Objekte wie Gartenzwerge zu entfernen. Der Mähroboter funktioniert zwar auch mit Ihnen, aber beim Umfahren klappt das Schneiden natürlich nicht immer 100%ig sauber.

  • Wie ist die Beschaffenheit Ihres Rasens?

Keine Angst, Sie benötigen weder ein Studium in Sachen Mikrobiologie noch einen teuren Fachmann, der Sie anatomisch und vollumfänglich über die Beschaffenheit Ihres rasens aufklärt.
Was Sie sicherlich jetzt schon wissen, ist wie „sauber“ ihr Rasen ist. Gibt es viele Stellen, die mit Moos oder Unkraut bedeckt sind? Haben Sie Sand oder viele kleine Steinchen im Gras? Wenn Sie einen Blick auf den Garten Ihres Nachbarn werfen, wie ist Ihre Grasdichte im Vergleich dazu.
Alles nicht Kriegsentscheidend für einen Mähroboter, wohl aber für die Wahl der Schneideblätter. D.h. dieses Wissen wird Ihnen helfen, die richtigen Schneideblätter für Ihren Mäher zu wählen.
Wenn Sie sagen „ich habe einen ganz normalen Rasen“ ist das in den meisten Fällen auch damit getan. Behalten Sie jedoch die genannten Kriterien im Hinterkopf, damit Sie reagieren können, falls die Messer immer ziemlich schnell Stumpf sein sollten.

Der große Mähroboter Test bei Wiso

Wiso hat 2015 diesen Mähroboter Test durchgeführt und Online zur Verfügung gestellt. Diese drei Roboter werden nachfolgend auch noch näher erläutert.

So funktioniert der Rasenmäher Roboter

Die allermeisten Modelle sind durch einen kleinen Elektromotor angetrieben. Neuerdings, aber im Moment noch eher selten zu finden, gibt es auch Solarbetriebene Roboter.Rasenmäher Roboter in Garage
Der Vorteil der elektronisch angetriebenen Mäher ist, dass Sie kein Benzin für den Antrieb brauchen. Das lästige nachfüllen, welches man von dem meisten Standardgeräten her kennt, entfällt somit komplett.
Auch ein Ladekabel, welches den Mäher mit Strom versorgt, ist nicht notwendig. Der Rasenmäher Roboter ist mit einem Akku ausgestattet, welcher je nach Modell den Betrieb einige Zeit sichert.
Sobald der Akku des Mähroboters leer ist, merkt dieser das und fährt zurück zu seiner Ladestation. Diese ist natürlich an eine Stromquelle angeschlossen und lädt den Akku wieder auf.
Die Dauer des Ladevorgangs ist ebenfalls abhängig vom Modell und kann bis zu 5 Stunden in Anspruch nehmen. Für Sie sollte das jedoch kein Problem darstellen, denn das passiert quasi alles automatisch und im Hintergrund.
Ist der Ladevorgang abgeschlossen, macht sich der Mähroboter wieder auf den Weg, um die restlichen Flecken Ihres Rasens zu mähen.
Das alles passiert jeden Tag. Wichtig ist, dass diese Rasenmäher Roboter nicht ein mal wöchentlich Ihren Garten beackern, sondern täglich den Rasen auf einer konstanten Höhe halten.
Das ist deshalb wichtig, weil – sollte der Mäher mal kaputt sein – der Rasen von Ihnen eventuell auf einen bestimmte Höhe vorgemäht werden muss. Je nach Roboter gibt es unterschiedliche, maximale Höhen die das Gerät verarbeiten kann.
Schön ist jedoch, dass bei einer konstanten Höhe der Rasen immer top gepflegt aussieht.
Wie aber weiß der Mäher, wo genau er mähen soll? Dazu müssen Sie ihm quasi etwas beibringen – den Bereich in dem er Mähen soll.

Den Robo-Mäher anlernen

Bei den Meisten Modellen gibt es ein Signalkabel, welches Sie im Rasen verlegen müssen. Das Signalkabel dient letztendlich als Orientierungshilfe für den Rasenmäher. So weiß dieser immer, in welchem Bereich er mähen darf und wann er drauf und dran ist, diesen Bereich wieder zu verlassen.
Sehen Sie das Kabel als eine Art Wegebegrenzung, damit der Roboter weiß „hier ist Ende“. Natürlich gibt es auch Modelle Ambrogio und Wiper, die den Mähbereich auch ohne diese Kabel quasi selbst bestimmen.
Möglich macht das ein sogenannter Gras-Sensor. Probleme könnte es jedoch geben, wenn der Rasen nahtlos in ein schönes, grünes Blumenbeet übergeht. Mancher Mäher, so hört man, hat dieses Beet dann schon platt gemacht.
Da die ersten Roboter jedoch schon seit 1995 auf dem Markt sind, ist die Technik mittlerweile so weit fortgeschritten, dass dies in der Regel nicht mehr geschehen sollte.
Wichtige Hinweise zu etwaigen Problemstellen erhalten Sie auch direkt in der Gebrauchsanleitung Ihres Mähers.

Wohin fährt der Mähroboter das geschnittene Gras?

Viele Interessenten fragen oft, wie es sich mit dem abgeschnittenen Grad verhält. Von den benzinbetriebenen Rasenmähern ist man gewohnt, dass es eine Art Auffangbox gibt, in die das Grad „geschnitten“ wird.
Ist diese Box voll, entleeren Sie die meisten entweder in einen Anhänger oder schütten das Gras direkt auf den Komposthaufen. Es ist klar, das ein so kleines Rasenmäherroboter nicht über eine solche Auffangbox verfügt.
Bei dieser Größe müsste er auch die meiste Zeit damit verbringen, das Gras an irgendeinen definierten Ort zu fahren.
Dadurch, dass der Roboter regelmäßig mäht und das Gras somit immer auf einer konstanten Höhe hält, sind die abgeschnittenen „Schnipsel“ viel kleiner als beim herkömmlichen Mähen.
Pro Woche Wachsen Grashalme ungefähr 4 cm – je nach Wetterlage. Mähen Sie also nur einmal pro Woche den Rasen, sind die abgeschnittenen Halme auch 4 cm lang. Mähen Sie hingegen täglich den Rasen, sind die Halme auch dementsprechend kürzer.
Diesen Vorteil nutzt der Mähroboter dahingehend, dass er die abgeschnittenen Halme einfach liegen lässt (Mulcheln). Es wird nichts weggeräumt, es muss nichts weggefahren werden und es gibt keine Auffangbox.
Der geschnittene Rasen bleibt liegen. Die Halme sind so kurz, dass dies auch nicht weiter auffällt. Des Weitern bietet es einen entscheidenden Vorteil: Der liegengebliebene Rasen dient quasi als Dünger.
Die Grashalme bleiben liegen und durch die Verwitterung entsteht eine Art „Mini-Komposthaufen“.
Insgesamt kommt das also auch Ihrem Garten, insbesondere Ihrem Rasen zu gute!

Vorgehensweise der Rasenmäher Roboter

Nachdem die einleitenden Dinge geklärt sind, wissen Sie nun, dass die meisten Mähroboter akkubetrieben sind und das geschnittene Gras nicht weggebracht werden muss, sondern als Dünger dient und Ihrem Rasen letztendlich auch noch gutes tut.
Meist stellt sich dann die Frage nach der Vorgehensweise eines solchen Geräts.
Auch hier gibt es Unterschiede, die je nach Modell variieren und allesamt ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen.
Im Grunde lassen sich die Vorgehensweisen jedoch in zwei Kategorien unterteilen – das Zufalls- und das Bahnprinzip
In beiden Fällen muss natürlich als ersten ein Bereich definiert werden, in dem der Rasen gemäht werden soll.
Daraufhin jedoch sind die Vorgehensweisen komplett unterschiedlich.

1. Zufallsprinzip
Beim Zufallsprinzip fährt der Mäher, wie der Name schon sagt, absolut zufällig durch den Garten. Zwar wurde wie eingangs erwähnt ein mähbarer Bereich für den Roboter definiert, jedoch findet das Mähen an sich unkoordiniert und rein zufällig statt.
Der Rasenmäher Roboter fährt den Bereich kreuz und quer ab, und das kontinuierlich. Das Resultat ist am Ende erstaunlich gut, wenn auch der zufällige Modus bei unseren Tests immer ein bisschen länger gedauert hat als der „Bahnmodus“.

Mäher Wiper

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2. Bahnprinzip
Das Prinzip ist einfach erklärt, anstatt den Rasen in zufälligen Bahnen zu bearbeiten, wird hier in schönen, geordneten Bahnen gearbeitet. Quasi Reihe für Reihe bzw. Bahn für Bahn fährt der Mähroboter den definierten Bereich ab und kürzt das Gras um einige Millimeter.
Wenn Sie vermuten, dass es sichtbare unterschiede zwischen den beiden Varianten gibt, muss man Sie leider enttäuschen, denn beide Ergebnisse sind erstaunlich gut und sehen am Ende nahezu identisch aus.

Mähroboter per Smartphone fernsteuern

Die neuen Modelle lassen sich teilweise sogar per Smartphone fernsteuern. So gibt es Apps für Android und iPhone, die es Ihnen ermöglichen, Remote auf den Roboter Rasenmäher zuzugreifen.
Neben den Sandardinformationen wie Hersteller und Tipps, gibt es auch sehr hilfreiche Infos über Ladezustand und Standort.
Des Weiteren ist auch möglich, den Roboter per Fernsteuerung durch den Garten zu manövrieren – ein modernes Spielzeug für den Mann, das gleichzeitig harte Arbeit verrichtet.
Auch das Abschalten den Mähers sowie das „Fahren zur Ladestation“ sind über die Fernsteuerung per Smartphone-App ganz einfach möglich.

Preise und Unterhaltkosten für Rasenmäher-Roboter

Der Preis ist für die meisten Menschen der Hauptgrund beim Kauf eines Mähroboters zu zögern. Stolze 700 Euro aufwärts kosten viele Modelle und nach oben sind gefühlt keine Grenzen gesetzt.
Bis zu 4.000 € kostet das Luxusmodell von Husqvarna – der Automower 265 ACX. Für den Normalbürger reicht jedoch meist ein Modell um die 1.000€ wie beispielsweise der Gardena R70.
In allen Tests Schnitt dieser hervorragend ab und das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut gut. Die Unterhaltkosten sind in der Regel mit ca. 100€ pro Jahr zu veranschlagen. Den größten Anteil daran hat der Strom.
Abhängig sind die Unterhaltskosten in erster Linie natürlich vom Wohnort und der Anzahl an Sonnentagen – es gibt Unterschiede zwischen Deutschland, Spanien und der Schweiz.
Rechnet man jedoch die Arbeitsstunden, die zuvor mit dem Rasenmähen verbracht wurden gegen, so sieht das Bild schon anders aus.
Ein Beispiel: Sie wohnen in Deutschland, mähen von Juni bis August wöchentlich den Rasen. Das dauert jeweils zwei Stunden. 16 Wochen sind das insgesamt. Bei nur 10 € Stundenlohn, haben Sie im ersten Jahr schon 320€ wieder reingeholt.
Nach spätestens 3 Jahren hat sich der Roboter Rasenmäher also „abbezahlt“.
Und nebenbei haben Sie auch wieder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.

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